Titel: Dialego-Umfrage zu Frischeprodukten im Lebensmittelhandel Datum: 03/10/2008 Autor:Dialego
Verpackungen: bessere Handhabbarkeit gewünscht
Wer kennt sie nicht, die Qual der Wahl beim Einkauf in Supermarkt und Discounter vor den Regalen mit Milchprodukten, Fleisch- und Wurstwaren. Im Juli 2008 beschäftigte sich das Aachener Marktforschungsunternehmen Dialego in Kooperation mit der Lebensmittelzeitung eingehender mit diesem Thema und befragte 1.000 Bundesbürger zu verschiedenen Aspekten rund um Produkte in Milch- und Fleischregalen im Lebensmittelladen.
„Die Aussagen der Verbraucher“, so Andera Gadeib, Alleinvorstand und Gründerin von Dialego, „lesen sich eigentlich wie eine Wunschliste in Sachen Produktverbesserungen. Denn während sie an der Warenpräsentation nur wenig zu kritisieren haben, bemängeln sie viele Verpackungsdetails.“ So finden drei Viertel die Deklaration von Inhalts- und Zusatzstoffen bei Milchprodukten schlecht lesbar und wünschen sich eine größere Schrift. 68 Prozent kritisieren, dass wieder verschließbare Verpackungen letztlich doch nicht funktionieren. Und 67 Prozent kämpfen beim Öffnen mit der Lasche und beschädigen sie dabei häufig. Ähnliche Ergebnisse erzielten auch die Verpackungen von Fleischprodukten, auch hier landete die viel zu kleine Schrift auf den Verpackungen auf Platz eins der Mängelliste.
In punkto Produktpräsentation und Auswahl im Regal haben die Kunden nur wenig „zu meckern“ und zeigen sich zufrieden. Besonders positiv fällt die Vielfalt an kalorienreduzierten Produkten auf, gefolgt von der Tatsache, dass es für fast jede Haushaltsgröße inzwischen die passenden Packungsgrößen gibt. „In diesem Punkt“, so Andera Gadeib, „haben die Hersteller in den letzten Jahren dazugelernt und Konsumenten schätzen diese Veränderung sehr.“
Regionale Ware beliebt
Auch die steigenden Transport- und Logistikkosten in Verbindung mit Belangen des Klimaschutzes flossen in die Umfrage ein. Demnach finden zwei Drittel (66 Prozent), dass es in den Regalen für Milchprodukte zu wenig Auswahl an regionalen Produkten gibt, mit dem Angebot an Markenprodukten hingegen zeigen sich die Verbraucher in diesen Regalen äußerst zufrieden. Bei Fleisch- und Wurstwaren zeigt sich eine ähnliche Lage. Andera Gadeib: „Diese Aussagen lassen den Umkehrschluss zu, dass es für viele Markenhersteller attraktiv sein könnte, unter ihrem Markendach stärker regionale Produkte zu vertreiben – und dies vor allem aktiv zu vermarkten.“
Fleisch: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Andera Gadeib, Gründerin und Alleinvorstand von Dialego: „Auch die Fleischskandale haben Spuren hinterlassen – für deutlich mehr als die Hälfte der Verbraucher ist das Qualitätsgütesiegel bei Fleisch ein Thema.“ So achten 58 Prozent beim Einkauf darauf, dass Fleisch- und Wurstwaren ein solches Siegel tragen. Insbesondere den Verbrauchern über 50 Jahren ist das Siegel wichtig, während nur knapp die Hälfte der 14-bis-25-Jährigen (48 Prozent) darauf achtet.
Dialego führt in Deutschland zwei Mal pro Monat Omnibus-Umfragen zu verschiedensten wirtschaftlichen Fragestellungen durch und in Frankreich und Großbritannien ein Mal pro Monat. Die komplette Studie sowie die Gesamtübersicht über das Angebot an Studien finden Sie im Internet in der Rubrik „Studien“: www.dialego.de
Die kompletten Studienergebnisse erhalten Sie bei: westend medien GmbH, Dr. Michael Siemer, westend medien GmbH, Stephanienstr. 26, 40211 Düsseldorf, Fon: ++49 (0) 211 17520850, Fax: ++49 (0) 211 1752085 17, Mobile: ++49 (0) 178 5554488, http://www.westendmedien.de