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Food Monitor ... Bundesregierung erwägt Zulassung von Grenzwerten für GVO-Importe

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Titel: Bundesregierung erwägt Zulassung von Grenzwerten für GVO-Importe
Datum: 22/08/2008
Autor: RLV

Import von Soja aus den USA möglich

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband fordert mit großem Nachdruck, dass nicht weiter an einer weltfremden Nulltoleranz für in der EU noch nicht zugelassene gentechnisch veränderte (GVO) Futtermittel festgehalten wird. Nun schloss die Bundesregierung in einer kleinen Anfrage zum Thema „Verunreinigungen von Futtermitteln mit gentechnisch verändertem Soja“ offenbar nicht aus, dass es ohne europäische Zulassung 2009 zu einem eingeschränkten Import von Soja aus den USA kommt.

„Der Handlungsbedarf ist dringend. Von daher ist die Bundesregierung zum umgehenden Handeln gefordert“, so der RLV. Die Nulltoleranz für in der EU noch nicht zugelassene GVO-Futtermittel solle sofort durch Grenzwerte für technisch unvermeidbare Verunreinigungen ersetzt werden. Bisher müsse jede Futtermittellieferung, die kleinste GVO-Verunreinigungen transportiere, ins Ursprungsland zurückgesendet werden, erklärt der RLV. Dies habe zur Folge, dass Futtermittel hierzulande immer teurer würden. „Darunter leider zurzeit vor allem die Ferkelerzeuger, deren Situation sowieso schon angespannt ist“, betont der RLV.

In der ganzen Problematik um die Zulassung eines Grenzeswertes für GVO-Futtermittel würde der Verbraucher darüber hinaus hinters Licht geführt, so der RLV: „Fleischimporte von Tieren, die mit in der EU nicht zugelassenen GVO-Futtermitteln gefüttert wurden, dürfen in die EU importiert werden, hier legal verkauft und verzehrt werden. Das ist doch inkonsequent!“ Denn die gleichen Futtermittel dürften in Europa nicht verwendet werden. „Diese Regelung sorgt nicht nur für eine Wettbewerbsverzerrung für heimische Landwirte, sondern verhindert auch einen optimalen Verbraucherschutz“, betont der RLV. Die bestehende Eiweißlücke würde sich in Europa durch das Vorgehen der EU noch vergrößern.

Quelle: RLV