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Food Monitor ... Herkunftsangaben der meistgekauften Seefischarten für Fischwirtschaft und dem Lebensmitteleinzelhand

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Titel: Herkunftsangaben der meistgekauften Seefischarten für Fischwirtschaft und dem Lebensmitteleinzelhand
Datum: 16/08/2008
Autor: Fischverband

Fanggebietskennzeichnung von Meeresfischen wird genauer!

Nach elf Monaten intensiver Gespräche mit Experten aus der Fischereiforschung und der Fischwirtschaft veröffentlicht der Bundesverband eine Liste mit genaueren Fanggebietsangaben für die in Deutschland am meisten verkauften Seefischarten (http://www.fischverband.de ).

„Mit der Vorstellung der Fanggebietsliste haben wir unser im letzen Jahr formuliertes Ziel erreicht“, erklärt Dr. Peter Dill, Vorsitzender des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels. „Ab heute stehen der Fischwirtschaft und dem Lebensmitteleinzelhandel konkrete Herkunftsangaben zur Verfügung, um eine bestandserhaltende Fischerei zu fördern. Die Unternehmen der Fischindustrie und des Fischgroßhandels können ab jetzt nach noch genaueren Herkunftsangaben international Fisch einkaufen und diese präzisen Informationen an den Lebensmittelhandel und die Verbraucher weitergeben.“

Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes haben zugesichert, bis Ende 2010 die vom Markt gewünschte durchgängige Transparenz für die wichtigsten Seefischarten umzusetzen. Weiterhin stellt Dr. Peter Dill fest: „Dazu werden die Unternehmen ihre Einkaufsvereinbarungen mit den Lieferanten weltweit anpassen und die Investitionen in moderne Informations- und Rückverfolgbarkeitssysteme intensivieren.“

Mit der neuen Kennzeichnungsinitiative gehen die Unternehmen weit über die bestehenden Gesetzesvorschriften hinaus. Diese schreiben zwar bereits seit dem Jahr 2002 mit dem Fischetikettierungsgesetz für viele Fischangebote vor, das Fanggebiet zu nennen. Diese Kenn-zeichnung nach Meeresgebieten wie Nordost-Atlantik, Nordwest-Atlantik oder Pazifik ist jedoch zu pauschal und gibt nicht das exakte Fanggebiet an. So kann allein der Kabeljau aus dreizehn verschiedenen Fanggebieten wie beispielsweise vor Island, Norwegen oder der Nordsee stammen. In diesem Punkt setzen die Unternehmen des Bundesverbandes an und bieten den Verbrauchern und anderen Marktteilnehmern durch diese freiwillige Initiative eine detailliertere Kennzeichnung zur Herkunft der Fische an.

Während der letzten elf Monate wurden die jetzt veröffentlichten Vorschläge im Arbeitskreis „Herkunftsangaben“ des Runden Tisches, der vom Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz initiiert wurde, mit Vertretern der Fischwirtschaft, der Fischereiforschung, des Lebensmitteleinzelhandels und der Umweltorganisationen erarbeitet.

Interessenten können sich die komplette Liste mit den neuen Kennzeichnungsempfehlungen im Internet unter http://www.fischverband.de herunterladen. Diese Liste enthält nützliche Verweise der Fanggebiete zu großräumigen, international festgelegten Fanggebietseinteilungen.

Kontakt:
Dr. Matthias Keller, Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e.V.
Große Elbstraße 133, 22767 Hamburg, Tel.: 040 / 38 18 11, Fax: 040 / 389 85 54

Quelle: Fischverband